Das iPad Air 11 Zoll mit M4 in Kürze
Das iPad Air mit M4 ist Apples Mittelklasse-Tablet und für viele Käufer der beste Kompromiss zwischen dem Einstiegs-iPad und dem teuren iPad Pro. Es hat den M4-Chip mit 12 GB Arbeitsspeicher, ein vollständig laminiertes 11-Zoll-Liquid-Retina-Display, Wi-Fi 7 mit Apples eigenem N1-Chip und unterstützt den Apple Pencil Pro sowie das Magic Keyboard. Mit 464 g ist es laut Apple nur 20 g schwerer als das 11-Zoll-iPad-Pro.
Bei Amazon kostet die Basisversion mit 128 GB in Blau derzeit preis ansehen. Amazon-Käufer bewerten das iPad Air im Schnitt mit 4,7 von 5 Sternen bei 701 Bewertungen.
Grundlage dieser Bewertung sind die technischen Daten auf apple.com/de, die Zubehörpreise im deutschen Apple Store und die Produktbeschreibung bei Amazon. Das Gerät hatten wir nicht selbst in der Hand.
Technische Daten laut Apple
| Merkmal | iPad Air 11” (M4), Wi-Fi, 128 GB |
|---|
| Chip | Apple M4, 8-Core-CPU (3 Performance-, 5 Effizienzkerne), 9-Core-GPU mit Raytracing, 16-Core Neural Engine |
| Arbeitsspeicher | 12 GB |
| Speicheroptionen | 128 GB, 256 GB, 512 GB, 1 TB |
| Display | 11” Liquid Retina (IPS), 2.360 × 1.640 Pixel, 264 ppi, P3, True Tone, 500 Nits |
| Displayglas | vollständig laminiert, Antireflex- und fettabweisende Beschichtung |
| Abmessungen / Gewicht | 247,6 × 178,5 × 6,1 mm / 464 g |
| Batterie | 28,93 Wh, bis zu 10 Std. Surfen per WLAN oder Video |
| Anschluss | USB-C mit DisplayPort und USB 3 (bis zu 10 Gbit/s) |
| Funk | Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread (Apple N1) |
| Kameras | hinten 12 MP Weitwinkel (4K bis 60 fps), vorne 12 MP Center Stage |
| Entsperren | Touch ID in der oberen Taste |
| Stifte | Apple Pencil Pro, Apple Pencil (USB-C) |
| Farben | Blau, Violett, Polarstern, Space Grau |
Leistung: M4 mit 12 GB RAM
Der M4 hat laut Apple eine 8-Core-CPU mit drei Performance- und fünf Effizienzkernen, eine 9-Core-GPU mit Hardware-Raytracing und eine 16-Core Neural Engine bei 120 GB/s Speicherbandbreite.
Wichtiger als die Kernzahl ist der Arbeitsspeicher: Apple verbaut im iPad Air M4 12 GB – genauso viel wie im 256-GB-iPad-Pro mit M5. Das kommt dem Fenstersystem von iPadOS, Apple Intelligence und dem Arbeiten mit vielen offenen Apps zugute. Für Office, Notizen, Lernen, Fotobearbeitung und die meisten Spiele bietet das iPad Air damit Reserven für viele Jahre.
Display: gut, aber kein OLED
Das Liquid Retina Display ist ein IPS-Panel mit 2.360 × 1.640 Pixeln, 264 ppi, großem P3-Farbraum und True Tone. Laut Apple ist es vollständig laminiert, also ohne Luftspalt zwischen Deckglas und Bildschicht, und hat eine Antireflex- sowie eine fettabweisende Beschichtung. Apple selbst spricht von einer „äußerst geringen Spiegelung“ (Produktbeschreibung bei Amazon).
Die Grenzen zeigen sich im Vergleich zum iPad Pro mit M5: Apple nennt beim Air 500 Nits statt 1.000 Nits, und eine erhöhte Bildwiederholrate wie ProMotion mit bis zu 120 Hz führt Apple für das Air nicht auf. Wer viel draußen arbeitet oder HDR-Videos bearbeitet, merkt das. Für Netflix im Wohnzimmer und Notizen im Hörsaal reicht es gut.
Batterie, Laden und Anschluss
Die Batterie hat 28,93 Wh und hält laut Apple bis zu 10 Stunden beim Surfen im WLAN oder bei der Videowiedergabe – derselbe Wert, den Apple auch für das iPad Pro angibt. Zum Laden braucht es laut Apple ein USB-C-Netzteil mit mindestens 15 W; eine Schnellladefunktion wie beim iPad Pro beschreibt Apple für das Air nicht.
Der USB-C-Anschluss unterstützt DisplayPort für externe Monitore und USB 3 mit bis zu 10 Gbit/s. Für das Kopieren von Fotos von einer Kamera-SSD reicht das; das iPad Pro schafft mit Thunderbolt das Vierfache.
Touch ID statt Face ID
Das iPad Air entsperrt per Touch ID in der oberen Taste. Face ID gibt es nur im iPad Pro. Über Touch ID lassen sich laut Amazon-Beschreibung auch Apple-Pay-Zahlungen bestätigen und Apps anmelden.
Kameras und Funk
Die 12-MP-Frontkamera mit Center Stage hält Sie bei Videocalls im Bild, die 12-MP-Rückkamera nimmt 4K-Video mit bis zu 60 fps auf und eignet sich zum Scannen von Dokumenten. Für das Funkmodul nutzt Apple den eigenen N1-Chip mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Wi-Fi 7 bringt Ihnen allerdings nur dann etwas, wenn auch Ihr Router den Standard beherrscht.
Zubehör: Pencil Pro und Magic Keyboard
Das iPad Air unterstützt laut Apple den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil (USB-C). Im deutschen Apple Store kosteten bei unserer Recherche:
- Magic Keyboard für das 11” iPad Air (M4), deutsches Layout: etwa 330 €
- Apple Pencil Pro: etwa 150 €
- Apple Pencil (USB-C): etwa 90 €
Mit Magic Keyboard und Pencil Pro kommen also etwa 480 € zum Tablet hinzu – das Gesamtpaket kostet dann mehr als manches Notebook. Wer nur gelegentlich längere Texte tippt, kommt mit einer günstigeren Bluetooth-Tastatur aus. Für handschriftliche Notizen genügt oft der Pencil (USB-C); der Pencil Pro bringt laut Apple aber Drucksensitivität, eine Drück-Geste für die Werkzeugpalette, haptisches Feedback, Drehen und kabelloses Laden am iPad mit – alles Funktionen, die dem Pencil (USB-C) fehlen. Für Zeichner ist das ein spürbarer Unterschied. Ausführlich vergleichen wir die Kosten im Ratgeber Tablet mit Tastatur fürs Studium.
Software: iPadOS
Die Amazon-Beschreibung hebt das flexible Fenstersystem von iPadOS hervor, mit dem sich Apps in Fenstern anordnen lassen. Apple stellt auf seiner iPadOS-Seite aktuell iPadOS 27 vor; kompatibel sind laut Apple alle iPad Air ab M2. Eine Update-Zusage in Jahren gibt Apple nicht, die Kompatibilitätsliste reicht aber mehrere Generationen zurück.
Für wen eignet sich das iPad Air 11 Zoll (M4)?
Gut geeignet für:
- Studierende und Schüler der Oberstufe, die mit Apple Pencil mitschreiben und ein Gerät für die nächsten Jahre suchen.
- iPhone- und Mac-Nutzer, die ein Tablet für Arbeit und Freizeit wollen.
- Hobby-Zeichner, die den Apple Pencil Pro nutzen möchten, ohne den Preis des iPad Pro zu zahlen.
Weniger geeignet für:
- Wer das hellste Display und ProMotion will – dann iPad Pro.
- Wer mit dem Stift ohne Zusatzkosten loslegen will – Samsung legt den S Pen bei.
- Große Medienbibliotheken offline: 128 GB ohne Kartenslot sind knapp.
Alternativen
Das iPad Pro 11 Zoll mit M5 bietet das bessere Display, Face ID und Thunderbolt, kostet aber spürbar mehr. Wer Android bevorzugt, bekommt mit dem Galaxy Tab S11 ein ähnlich leichtes Tablet mit AMOLED, 120 Hz, IP68 und mitgeliefertem S Pen. Günstiger ist das Galaxy Tab S10 FE, ebenfalls mit Stift im Karton. Weitere Modelle finden Sie in unserer Rubrik Bewertungen.
Im Tablet-Vergleich 2026 belegt das iPad Air 11” (M4) Platz 4 von zehn Modellen.
Unser Fazit
Das iPad Air 11 Zoll mit M4 ist das iPad, das wir den meisten Apple-Interessenten zuerst empfehlen würden: M4-Chip, 12 GB RAM, laminiertes Display, Wi-Fi 7 und volle Unterstützung für Pencil Pro und Magic Keyboard. Die Abstriche gegenüber dem iPad Pro betreffen vor allem Display-Helligkeit, ProMotion, Face ID und Thunderbolt. Wer diese Funktionen nicht braucht, spart viel Geld. Planen Sie aber das Zubehör mit ein – und überlegen Sie, ob 128 GB für Ihre Dateien reichen.
Quellen